Chronik

Fast 100 Tonnen Hilfsgüter hat die vom Musiker Mathias Wieczorek gestartete „Ukraine-Hilfe Roßlau“ allein oder in Kooperation mit anderen in die von Russland überfallene Ukraine gebracht. Zudem hat sie ukrainische Flüchtlinge in Dessau-Roßlau bei Behördengängen unterstützt, ihnen mit Mobiliar oder Fahrrädern beim Neustart geholfen und mit Hilfe des Vereines Buntes Roßlau tausende Euro Spendengelder gesammelt, von denen unter anderem Medikamente gekauft wurden.

Die Hilfsaktionen in der Ukraine erfolgen in enger Abstimmung mit Caritas International in Lemberg (ukrainisch Lwiw/Львів), so dass eine zielgerichtete Unterstützung möglich ist. Dennoch erfordern die Fahrten einen erheblichen logistischen Aufwand, der nur mit vielen freiwilligen Helfern zu stemmen ist.

14.03.22: Gründung der WhatsApp-Gruppe „Ukraine-Hilfe-Roßlau“

Bis 17.03.22 Sammeln von Geld- und Sachspenden für die erste Hilfstour

18.-20.03.22: In Zusammenarbeit mit dem „Convoi of Hope“ aus Halle bringen 16 Fahrzeuge und ein LKW 40 Tonnen Hilfsgüter nach Sokal unweit von Lemberg. Die Ukraine-Hilfe Roßlau steuert drei Tonnen Hilfsgüter bei, davon eine Tonne allein vom Berufsschulzentrum Dessau. Auf der Rückfahrt werden 18 Hilfesuchende nach Halle gebracht – und außerdem 14 Katzen und zwei Hunde.

27.03.22: Beim „Konzert für den Frieden“ auf dem Dessauer Rathausplatz werden neue Kontakte geknüpft.

Kontinuierlich werden von Freiwilligen Flüchtlinge in Dessau-Roßlau unterstützt. Die Helfer organisieren sich über die WhatsApp-Gruppe „Ukraine-Hilfe Roßlau“, sie sammeln Kleidung oder Haushaltswaren, reparieren alte Fahrräder oder helfen bei Behördenangelegenheiten. Erwähnenswert ist die gute Zusammenarbeit mit dem Dessauer Sozialamt und der Spendenstelle in der Flößergasse.

27.04.22: Organisation eines Hilfstransportes von Oleksandr Galytskyi für die Städte Charkiw und Winnyzja. Insgesamt kommen 10 Tonnen Medikamente, Lebensmittel, Hygieneartikel und Sanitätsbedarf zusammen.

01.04.-04.04.22: Tour nach Lemberg mit drei Kleinbussen. Wichtigstes Ziel ist es, einen schwerkranken Jungen mit seinem Vater zu Mutter und Tochter nach Halle zu bringen. Da jedoch Männer nicht ausreisen dürfen, wird die Tour organisatorisch zur Herausforderung. Letztlich werden neun Frauen, drei Kinder und zwei Rollstuhlfahrer nach Halle und Dessau gebracht. Betreut werden sie von zwei Krankenschwestern und einem Arzt. Sechs Tonnen Hilfsgüter werden mit in das Tschernobyl-Behindertenheim nach Lemberg genommen.

Spendenaufruf an Schulen. Erwähnenswert ist die Grundschule Klieken mit ihrer Direktorin Frau Heinrich und ihrer sozialen Vermittlung an ihre Schüler.

Mai 2022: Erfolgreiche Sponsorensuche für Benzin, Lager und Fahrzeuge. Das WTZ Roßlau hilft mit Diesel und Lagerräumen. Die Lebenshilfe Roßlau, das Albert-Schweizer-Familienwerk in Zerbst und die VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau stellen verlässlich Fahrzeuge zur Verfügung.

08.06.22: Sommerfest unter Beteiligung von Flüchtlingen auf dem Gelände des WTZ Roßlau. Etwa 25 Frauen und Kinder nehmen dieses Angebot an. Auch hier wirbt die Initiative um Unterstützung.

12.05.2022: Hilfsgütersammlung für ein 7,5 Tonnen Fahrzeug aus Charkiw. Die Stadtverwaltung in Charkiw hatte um Hilfe gebeten. Dieses Fahrzeug wird wieder von der Ukraine-Hilfe-Roßlau bestückt. Auf der Fahrt nach Deutschland werden zwei schwerverletzte Flüchtlinge mitgenommen und nach Magdeburg in die Uniklinik gebracht.

04.-06.06.22: Auf dieser Tour bringen drei Kleintransporter und ein Sattelzug 30 Tonnen Hilfsgüter nach Sokal unweit von Lemberg, wo die Caritas ein Lager betreibt. Leider wurde in der Vorplanung ein Rücktransport hilfsbedürftiger Menschen unzureichend organisiert, so dass dieser ausfiel.

24.-27.06.22: 4. Hilfstour, dieses Mal wieder nach Lemberg in das Tschernobyl-Behindertenheim. Sechs Tonnen Hilfsgüter wurden mitgenommen. Allerdings scheitert die Mitnahme von hilfsbedürftigen Menschen erneut. Mathias Wieczorek beschließt deshalb, für künftige Touren selbst die Verantwortung zu übernehmen, auch wenn klar ist, dass dies einen erheblichen Mehraufwand bedeutet – und die Gefahr des Misserfolgs immer gegeben ist.

3. und 30.07.22: Spendensammlung „Burgtheater Roßlau“

02.-04.09.22: Hilfskonvoi nach Lemberg mit drei Fahrzeugen und insgesamt drei Tonnen Hilfsgütern. Auf der Rückfahrt wurde eine schwerkranke Frau aus Lemberg mit nach Dessau genommen.

02.09.22: Fahrradwerkstatt von Roland Lüngen in das Lager der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau „Rundling“ in Roßlau verlegt.

01.09.22: Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat uns um Hilfe gebeten, Stromaggregate für die vom Krieg betroffenen Haushalte zu besorgen. Wir haben daraufhin Kontakte reaktiviert, die uns schon 2021 Aggregate für das Ahrtal bereitgestellt haben. Am 06.10.22 holen wir einige der Geräte ab, um diese in das Krisengebiet der Ukraine zu liefern.

28.09.-03.10.22: Tour nach Lemberg mit Hilfsgütern. Oleksandr Galytskyi holt seine Eltern nach Dessau. Sein Vater ist schwer krank.

28.09.22: Wir haben 275 Schreibtische zur freien Verteilung in Magdeburg von einer Bank bestellt. Sie müssen nur abgeholt und verteilt werden. Dies werden wir mit den Sozialämtern in Dessau, Magdeburg und Halle besprechen.

30.09.22: Hilfsgüter aus Leipzig geholt und in Dessau verteilt.

25.10.22 In Zusammenarbeit mit Frau Baukuss vom Pflegezentrum „Amalienhof“ in der Fröbelstraße in Dessau konnten wir Hygieneartikel, Sanitätsbedarf, Rollstühle und Gehhilfen in unser Lager bringen.

Oktober 22: Einrichtung einer Werkstatt für Fortbewegungsmittel in unserem Lager und engere Zusammenarbeit mit Sanitätshäusern in Dessau-Roßlau.

Auslieferung von reparierten Fahrrädern und Fortbewegungsmitteln in erster Linie Dank des Einsatzes von Ronald Lüngen.

26.10.22: Abholung von Schreibtischen in Magdeburg und Verteilung an Bedürftige in Leipzig und Halle.

17.11. bis 21.11.22: Oleg und seine Frau fahren mit einem von der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau gestellten Transporter wieder mit Hilfsgütern nach Lemberg in das Kinderheim „Dzherelo children’s rehabilitation centre“. Im Auftrag von Dr. Ljuba Schmidt, der Vorsitzenden des Vereines „Hilfe für Tschernobylkinder in Brjansk“, Dessau, wurde dort auch eine Spende in Höhe von 1500 Euro übergeben. Mit diesem Geld sollen für die Advents- und Weihnachtszeit in der Ukraine Dinge gekauft werden, um den Heimkindern Freude zu bereiten.

24.11.22: Zwei Transporter aus Charkiw werden mit Hilfsgütern wie warmer Kleidung, medizinischen Mitteln , Fahrrädern und einem Stromgenerator. Diese fahren am 27.11.22 wieder zurück.

Dezember 2022: Kerzenwachssammlung und Kerzengießen Karin Wieczorek mit Verkauf von allen selbstgefertigten Kerzen. Erlös: 1340 Euro für den Kauf eines sehr leistungsstarken Stromaggregates. Dieses wurde mit der Tour am 06.01.23 in das Kinder-Reha-Heim „Dzherelo“ in Lemberg geliefert.

5. 1. bis 8. 1. 23: Tour nach Lemberg und Sokal mit fünf Fahrzeugen und neun Tonnen Hilfsgütern, unter anderem Stromgeneratoren, Winterkleidung, Schlafsäcken und Kurbellaternen. Besuch des Kinderheimes „Reha-Zentrum Dzherelo“ zur Weihnachtsfeier. In Sokal wurden unter anderem Gespräche zu einer möglichen Städtepartnerschaft geführt.

6. 1. 23: Mit der Tour vom 5. bis 8. 1. 23 hatten wir unter anderem Kurbellaternen in die Ukraine gebracht. Zur Erleichterung der Nutzung haben wir eine Bedienungsanleitung in ukrainischer Sprache erstellt und ins Netz gestellt.

26. 1. 23: Beginn der Wachssammlung im Umweltbundesamt in Dessau. Gesammelt wurden bisher, Stand 10. 3. 23, 54 kg.

1. 2. 23: Aus mehreren Quellen wurden uns gebrauchte Büromaterialien angeboten. Dazu haben wir eine Abfrage ins Netz gestellt, um leichter ermitteln zu können, wo es in der Ukraine Bedarf seitens zerstörter Verwaltungen, Schulen usf. gibt.

14. 2. 23: Zu Anforderungen an Stirnlampen haben wir einen Abfragetext ins Netz gestellt.

22. 2. 23: Die Bedienungsanleitung für Kurbellaternen wurde verbessert.

24. 2. 23: Organisation Friedensgebet in der Kirche St. Marien Roßlau mit ukrainischer Beteiligung. Kollekte 210,00 Euro

24. 2. 23: Beteiligung an der Mahnwache und Friedensglocke in Dessau. Der Spendenaufruf brachte 1575,45 Euro. Dieses Geld wurde am 11. 3. 23 im Rahmen der Aktionen „Bunt bewegt“ in Dessau an die Ukrainehilfe Sachsen-Anhalt übergeben.

10. bis 12. 3. 23: Bei der 13. Hilfstour werden 45 Tonnen Hilfsgüter nach Sokal gebracht und es wird dort über die Möglichkeit einer Städtepartnerschaft mit Dessau-Roßlau gesprochen.

24. 3. 23: Organisation des 14. Hilfsgütertransportes. Dieses Mal ein 20tonner, der Hilfsgüter einer Firma aus Magdeburg (10 Paletten Hygieneartikel und Lebensmittel) und wieder von uns gesammelte medizinische und Verbrauchsmaterialien sowie rund 250 Feuerlöscher nach Sokal in das Caritaslager brachte. Beladen wurde am 24. 3. 23 in Roßlau und entladen am 27. 3. 23 in Sokal.

30. 3. 23: Aufgrund des Krieges ist in der Ukraine die Versorgung der Bevölkerung und der Soldaten mit sauberem Trinkwasser nicht überall gewährleistet. Für die Trinkwasseraufbereitung gibt es verschiedene Methoden, unter anderem Vorrichtungen mit keramischen Filtern. Die Firma Katadyn bietet eine solche Wasserfilterungsvorrichtung an. Diese ist für einen stationären Einsatz ausgelegt. Der Krieg in der Ukraine zwingt aber Menschen zu Ortwechseln. Deshalb haben wir für die Wasserfilterungsvorrichtung der Firma Katadyn ein Transportgestell entwickelt und zwei Exemplare bei der 13. Hilfstour in die Ukraine gebracht. Um Rückmeldungen zu Erfahrungen mit dem Transportgestell zu sammeln und dieses verbessern zu können, haben wir einen Text erstellt und ins Netz gestellt.

2. 4. 23: Bei der Wachssammlung im Umweltbundesamt in Dessau erhielten wir eine größere Menge von Grablichtern. Diese enthalten zwar wie gewöhnliche Kerzen auch Wachs, aber wegen der Anwendung bei Außentemperaturen ist das Wachs mit anderen Brennstoffen gemischt. Um zu klären, ob eine solche Mischung zur Verwendung in Wachsbrennern geeignet ist, haben wir einen Abfragetext erstellt und ins Netz gestellt.

5. 4. 23: Wegen eines erneuten Kälteeinbruches in der Ostukraine schickten wir 300 Hand- und 600 Fußwärmer (~ 1 860 €); diesmal mit der Paketpost nach Ostpolen an der Grenze zur Ukraine, wo die Pakete von der Caritas Sokal abgeholt wurden.

27. 4. 23: Bei der 13. Hilfstour hatte uns der Bürgermeister der Stadt Sokal, Herr Sergii Kasian, eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit der Stadt Dessau-Roßlau überreicht und uns gebeten, diese an den Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau Herrn Dr. Robert Reck weiterzuleiten. Nachdem wir im Dessau-Roßlauer Rathaus einen Termin bekommen hatten, konnten wir das Schreiben endlich überreichen. Angenommen wurde es von Frau Katrin Kuhnt, die das Referat des Oberbürgermeisters leitet.

4. 5. 23: Ein kriegsverletzter ukrainischer Soldat wird nach Dessau-Roßlau gebracht. Organisiert hatten wir die Fahrt in Zusammenarbeit mit der Caritas, Sokal. Das im Krieg verwundete Bein des Soldaten konnte in der Ukraine nicht weiter behandelt werden und hätte deshalb abgenommen werden müssen. Wir vermittelten die Aufnahme des Soldaten in das Städtische Klinikum Dessau, damit sein Bein gerettet wird. Für die Zeit vor und nach dem Klinikaufenthalt besorgten wir ihm eine Wohnung. Das ukrainische Fahrzeug, das ihn brachte, nahm auf dem Rückweg Hilfsgüter in die Ukraine mit; unter anderem Süßigkeiten für die Kinder des Heimes Dzherelo in Lemberg. Die Süßigkeiten hatte Frau Dr. Ljuba Schmidt vom Verein „Hilfe für Tschernobylkinder in Brjansk“, Dessau, besorgt.

24. 5. 23: Die Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomäi in Zerbst veranstaltete ein Begegnungsfest mit Andacht und Friedensgebet, das der Ukraine gewidmet war. Wir stellten unsere Initiative kurz vor. Bei der Kollekte kamen 203,72 Euro für den nächsten Transport zusammen.

7. 6. 23: Eine Einrichtung in Dessau-Roßlau hatte uns, als „Pandemie-Restbestände“, 21 000 OP-Masten und 37 Gesichtsvisiere angeboten. Wir brachten sie nach Leipzig, von wo aus sie nach wenigen Tagen in die Ukraine gelangten. Den allergrößten Teil der Masken sowie die Visiere transportierte der Verein Ukraine-Kontakt e. V., Leipzig, in die Stadt Tschernihiw (Tschernigow, Chernigov; ukrainisch Чернігів) gebracht. Die Stadt liegt nördlich von Kiew und war Februar/März 2022 von russischen Truppen belagert gewesen. Masken und Visiere wurden an einen medizinischen Stützpunkt übergeben, der 50 Dörfer in der Umgebung betreut.

21. 6. 23: Die Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomäi in Zerbst hatte ein weiteres Begegnungsfest mit Andacht und Friedensgebet, das der Ukraine gewidmet war. Die Kollekte erbrachte 100,10 Euro für den nächsten Transport.

10. 7. 2023: Für unsere Arbeit und die anderer Ukraineinitiativen haben wir einen Text verfaßt und ins Netz gestellt, der eine grobe Übersicht über Möglichkeiten der Wasserreinigung gibt. So sollen Kontaktpersonen in der Ukraine besser herausfinden können, was im Einzelfall das geeignete Produkt ist, damit das, was aus Deutschland geliefert wird, besser zum Bedarf paßt.

27. bis 30. 7. 23: Drei Dessauer, Ludmilla und Dietrich Laurich sowie Matthias Kämpfe, fuhren privat in die Ukraine. In einem Transporter nahmen sie Hilfsgüter für die Ukrainehilfe Roßlau mit: Kleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel; Süßigkeiten für die Kinder des Heimes Dzherelo in Lemberg, die Frau Dr. Ljuba Schmidt vom Verein „Hilfe für Tschernobylkinder in Brjansk“, Dessau, besorgt hatte; außerdem einen Wasserfilter und schließlich 100 Trinkflaschen mit Filtereinsatz (~ 3 930 €) und 15 000 Trinkwasser­entkeimungstabletten (~ 2 680 €). Die Hilfsgüter wurden in Lemberg übergeben.

2. 8. 23: In Zerbst gab es ein weiteres Begegnungsfest mit Andacht und Friedensgebet, veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Bartholomäi. Bei der abschließenden Kollekte wurden 150,00 Euro für die Ukrainehilfe Roßlau gesammelt.

3. 8. 2023: Mit unseren Transporten haben wir bisher 125 Trinkflaschen mit Filtereinsatz vom Typ BeFree der Firma Katadyn in die Ukraine gebracht; das Wasser wird beim Trinken aus der Flasche gereinigt. Die Firma hat eine Bedienungsanleitung in ukrainischer Sprache zur Verfügung gestellt, die wir im Netz hochgeladen haben.

7. 8. 2023: Wir haben eine weitere Bedienungsanleitung in ukrainischer Sprache ins Netz gestellt: für Filtervorrichtungen vom Typ Rapidyn der Firma Katadyn.

18. 8. 2023 (I): Mit der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau in Dessau haben wir einen neuen Kooperationspartner und wieder ein Konto. Während wir schon reichlich Hilfsgüter für den nächsten Transport haben – er soll im September laufen –, brauchen wir noch Geldspenden für die Finanzierung der Fahrt.

18. 8. 2023 (II): Unsere bürgerschaftliche Initiative hat ihren Ursprung im Engagement von Menschen aus dem Roßlauer Stadtteil der Doppelstadt Dessau-Roßlau. Aktiv sind aber schon seit einiger Zeit auch Menschen aus dem Dessauer Stadtteil – und darüber hinaus! Sie spenden Hilfsgüter und Geld, helfen, wenn es darum geht, Hilfstransporte vorzubereiten und durchzuführen, und für Ukrainer in Dessau-Roßlau richten sie Wohnungen ein und unterstützen sie im Alltag beim Gang zu Ärzten und Behörden. Deshalb heißen wir jetzt Ukrainehilfe Dessau-Roßlau!

31. 8. 2023: Die Organisation Cities4Cities (deutsch: Städte für Städte) vermittelt über ihr Projekt PHOENIX4UA gebrauchte Nutz­fahrzeuge und kommunale Technik aus Gemeinden in West­europa an Gemeinden in der Ukraine. Am 27. 8. 2023 holten wir ein Feuer­wehr­fahrzeug in Oberbayern ab und brachten es nach Roßlau. Zusammen mit einem Begleit­fahrzeug ging es in die Ukraine, wo das Fahrzeug, zusammen mit rund 140 Feuer­löschern und weiteren Hilfs­gütern am 31. 8.  übergeben wurde. Näheres zu der Fahrt im Bericht.

1. 9. 2023: Wir haben unser Informationsangebot ausgebaut und sind jetzt auch bei Instagram präsent.

6. 9. 2023: Unser Text zur Beschaffung von Stirnlampen liegt in einer neuen Version vor: Rückmeldungen aus der Ukraine zu Anforderungen an Stirnlampen sind eingearbeitet.

14. 9. 2023: Dank der Hilfe von Bernd Däumichen von der Freiwilligen Feuerwehr Roßlau (Elbe) konnten wir Sachspenden in unser Lager im Rundling in Roßlau bringen: Pflege­betten, Nacht­schränke, Rollatoren und OP-Kittel.

17. 9. 2023: Notfallmedizin: Größere Verletzungen an Armen und Beinen führen zu großem Blutverlust und damit schnell zum Tod des Verletzten – wenn nicht rasch gehandelt wird. Aderpressen zur Blutstillung (franz. tourniquets) dienen dem Abbinden von Armen oder Beinen. Es gibt billige Produkte für ein paar Euro: Nachahmungen, die brechen oder nicht richtig funktionieren – mit der Folge, daß der Verletzte verblutet. Qualitätsprodukte kosten mindestens 30 Euro/Stück. Wir haben einen Text erstellt, der darauf hinweist und erste Rückmeldungen aus der Ukraine dazu enthält, wie geeignete Produkte gefunden werden können.

21. 9. 2023: Unser Text zur Beschaffung geeigneter Aderpressen zur Blutstillung liegt in einer neuen, um weitere Rückmeldungen ergänzten Fassung vor.

22. 9. 2023: Fahrt nach Breuna bei Kassel. Wir holten 7,5 Tonnen Hilfsgüter, die Uwe Enders, Breuna, organisiert hatte. Uwe Enders beteiligt sich außerdem mit 500 EUR an den Kosten für den Transport im Oktober 2023.

23. 9. 2023: Bernd Däumichen und Dieter Laurich holten 700 ausgemusterte Feuerlöscher von der Firma Feuerschutz Hinkel in Burg. die Feuerlöscher sollen bei Transporten in die Ukraine gebracht werden, wo sie dringend benötigt werden. Dank Enrico Schrammer von der Freiwilligen Feuerwehr Roßlau (Elbe) konnten wir ein Feuerwehrfahrzeug der Berufsfeuerwehr Dessau-Roßlau verwenden.

24. 9. 2023: Bei einer Kinderbörse in Dessau konnten wir nicht­verkaufte Kleidung und andere Gegenstände als Unterstützung entgegennehmen. Wir danken den Spendern!

10. 10. 2023: Erneuter Transport in die Ukraine. Diesmal hatten wir uns mit der Kinderhilfe Ukraine Rhein-Neckar für Novograd-Volynskij zusammengetan, die ihren Sitz in Ludwigs­hafen (Rhein) hat und die schon seit Jahren Hilfe in die Stadt Swjahel bringt; Swjahel ist das ehemalige Novograd-Volynskij, westlich von Kiew im Gebiet Schitomir. Dazu nahm am 10. 10. 2023 ein 40-Tonnen-LKW in Reicharts­hausen in einem Lager der Kinderhilfe Ladung auf, die für deren Partnerorganisation in Swjahel bestimmt war. In Dessau-Roßlau kamen am 11. 10. 2023 viele Tonnen Hilfsgüter hinzu: vor allem Pflegebetten, Roll­stühle, Rolla­toren, Feuer­löscher und Kleidung. Das WTZ Roßlau stellte Kraftstoff für die Fahrzeuge zur Verfügung. Während der LKW bereits auf dem Weg in die Ukraine war, wurde am 12. 10. 2023 ein von der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau zur Verfügung gestellter Transporter mit weiteren Hilfs­gütern beladen, die vor allem von Privat­personen gespendet worden waren. Mit ihm brachen am 13. 10. 2023 Ludmila Laurich, Karl-Heinz Scheffler und Christoph Mordziol in die Ukraine auf. In Dresden nahmen sie zunächst Hilfs­güter aus dem Lager der Hilfs­organisation EuroMaidan Sachsen und anschließend bei Lesya Gerasimenko, einer in Dresden aktiven ukrainischen Freiwilligen, auf. Auf die Reise gingen Kurbel­laternen und Stirnlampen, Ladestationen, Ader­pressen, Medikamente, rund 380 kg von der Ukrainehilfe gesammelte Kerzenreste, aus denen in der Ukraine 1500 Wachs­brenner entstehen können und schließlich 10 Wasserfilter vom Typ Rapidyn der Firma Katadyn in von uns gebauten Transportgestellen für den mobilen Einsatz sowie zwei große Wasser­filtrations­vorrich­tungen mit eine Leistung von mindestens 1200 Litern pro Tag (von Prof.-Dr. Franz Bernd Frechen an der Universität Kassel entwickelte sogenannte Wasserrucksäcke PAUL). Am 14. 10. 2023 wurden die Hilfsgüter aus dem Transporter in Lemberg, Tschwerwonohrad und Sokal an die Empfänger übergeben. Der 40tonner kam an diesem Tag in Sokal an und die Hilfsgüter für die Caritas in Sokal wurden übergeben. Am nächsten Tag fuhr er weiter nach Swjahel. Der Transporter kehrte am 15. 10. 2023 nach Dessau-Roßlau zurück.

1. 11. 2023: Die Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomäi in Zerbst veranstaltete erneut ein Begegnungsfest mit Andacht und Friedensgebet. Die abschließende Kollekte erbrachte 66,41 Euro für die Ukrainehilfe Dessau-Roßlau.

10. 12. 2023: Für unsere nächste Tour erhielten wir Sachspenden: Die Caritas Behin­derten­hilfe und Psychiatrie in 34434 Borgentreich im Kreis Höxter (Frau Ute Dohmann-Bannen­berg), brachte Hilfsgüter für ein Kinderheim in Bilyj Kolodjas in der Ostukraine sowie Geld als Beitrag zur Deckung der Transportkosten. Am selben Tage brachte die Sanitätsschule Raymond Schulz (Deutscher Verein für Sanitätswesen e.V.) aus Köthen weitere Hilfsgüter.

12. 12. 2023: Uwe Enders aus 34479 Breuna im Landkreis Kassel, der mit der Kriegs­gräber­fürsorge zusammenarbeitet, brachte zusätzliche Hilfsgüter für den nächsten Transport.

13. 12. 2023: Jan Neumann und Andrè Zwerschke aus Dresden kamen mit ihren Transportern, um Hilfsgüter für den nächsten Transport zu laden.

15. bis 17. 12. 2023: Am Freitag, den 15. brachen wir morgens um 500 zu einem weiteren Transport in die Ukraine auf. Bei Dresden trafen wir uns mit Andrè Zwerschke und Jan Neumann und fuhren mit ihnen zusammen weiter. Abends über­querten wir die Grenze in die Ukraine und kamen in der Nacht in Tscherwonohrad an. Am nächsten Tag luden wir einen Teil der Hilfs­güter im Lager unserer Partner­organisation TON Kristinopil ab. Die Dessau-Roßlauer Karl-Heinz Scheffler, Ludmila Laurich, Gábor Fahrmayr und Christoph Mordziol brachten einen anderen Teil in Tscherwonohrad zur Neuen Post, damit die Hilfs­­güter von dort aus an eine Reihe von Empfängern weiter­geschickt werden. Während­dessen fuhren Jan und Andrè weiter nach Sokal, um ihre Fracht bei der dortigen Caritas abzugeben, die die Hilfsgüter in den folgenden Tagen an ein Kinderheim in Bilyj Kolodjas in der Ost­ukraine weiterleitete.
   Folgende Hilfsgüter haben wir in die Ukraine gebracht: • Weihnachtsgeschenkpäckchen für Kinder, Sanitäter und Soldaten; • Kleidung, Handschuhe und Schuhe; • Medikamente und Verbandsmaterial sowie Ader­pressen zur Blut­stillung (zum Abbinden von Armen oder Beinen bei größeren Verletzungen); • Inkontinenz­artikel und Wasch­mittel; • Wachs für Wachs­brenner (zum Kochen und Wasser­erwärmen); • Lebensmittel; • Hand- und Fuß­wärmer; • Schlafsäcke, Decken und Bettwäsche, Matratzen; • Kurbel­laternen (Notlicht­quellen); • Ladestationen (engl. power stations); • weitere Hilfsmittel. Insgesamt waren es rund 3250 kg in fast 340 Kisten.
   Empfänger der Hilfsgüter waren unter anderem • ein Waisen­haus in Kiew, • ein Waisen­haus in Marhanez (Gebiet Dnipro­petrowsk, Südukraine), • eine Schule/ein Kinder­heim in Bilyj Kolodjas (Gebiet Charkiw, Ostukraine) und Waisenkinder in Tscherwonohrad (Gebiet Lemberg, Westukraine).
   Neben den Organisatoren, Helfern und Fahrern aus Dessau-Roßlau hatten zum Gelingen der Fahrt dankens­werter­weise eben­falls beigetragen: • die VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau, indem sie wieder ein Fahr­zeug zur Verfügung stellte, • das WTZ Roßlau in Roßlau, das auch diesmal Diesel für die Fahr­zeuge spendete, • Andrè Zwerschke, City-Taxi Zwerschke GmbH, Dresden und Jan Neumann, ebenfalls Dresden, die erneut mit jeweils einem Fahrzeug dabei­waren und • alle, die in den Wochen vor der Fahrt der Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau Geld gespendet haben. Die Spenden deckten die Kosten für Nach­tanken, Maut­gebühren in Polen und in Teilen für Unter­kunft und Verpflegung.

5. 1. 2024: Durch den Verkauf von Kerzen, die Karin Wieczorek selbst gefertigt hatte, sind 612 € zusammengekommen. Der Erlös wurde auf das Konto überwiesen.

8./9. 1. 2024: Unseren nächsten Hilfstransport hatten wir für den 12. bis 14. Januar vorgesehen. Wir haben uns entschlossen, diese Fahrt zu verschieben – in der Nacht auf Dienstag, den 9. Januar verstarb unerwaretet Gábor Fahrmayr, einer unserer Mitstreiter und Fahrer.
   Gábor war erst seit Dezember in der Ukrainehilfe Dessau-Roßlau aktiv und einer der Fahrer bei dem vorigen Transport. Schnell zeigte sich, daß er mehr als einfach nur ein weiterer Mithelfer war. Mit seinen persönlichen Erfahrungen und Fähigkeiten fügte er unserer Arbeit weitere Facetten hinzu und bereicherte so unser Wirken, das nur als Zusammenspiel unserer „bunten Truppe“ erst möglich macht, was wir auf die Beine stellen.
   Wir verlieren einen Freund und trauern mit den Angehörigen.

26. bis 28. 1. 2024: Bei dieser Fahrt brachte Dmytro Nesterovskyy mit einem Fahrzeug der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau 131 Pakete mit Kinderkleidung, Bettwäsche, Hand­tüchern, Decken und Spiel­zeug in die Ukraine nach Sokal. Die dortige Caritas, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, leitete die Sachen an eine Bürgermeisterin in Kiew, welche Familien und Kinder­heime unter­stützt, die aufgrund von Evakuationen geflüchtet sind.
   Am selben Wochen­ende fuhren auch unsere Freunde von der Altenburger Ukrainehilfe, die wir mit Paketen für ein Kranken­haus in Lemberg unterstützten.

2. bis 5. 2. 2024: Bei einem erneuten Hilfstransport fuhren wir mit zwei Fahrzeugen: mit einem Transporter der Lebenshilfe Roßlau e.V. in die Ukraine und mit einem Fahrzeug des Bildungszentrums Dessau – auf Wunsch des Bildungs­zentrums nur bis vor die polnisch-ukrai­nische Grenze. Mit dem Trans­porter der Lebens­hilfe kamen wir am 3. 2. in Tscher­wono­hrad an (Ludmila Laurich, Karl-Heinz Scheffler und Christoph Mordziol). Dort luden wir einen Teil der Hilfs­güter in dem Lager unseres dortigen Kooperations­partners ab und brachten den anderen Teil zur Nova Post. Dann fuhren wir über die Grenze zurück, um die Hilfs­güter aufzunehmen, die Dimitri Nesterowsky mit dem Fahr­zeug des Bildungs­zentrums bis kurz vor die Grenze gebracht hatte. Wir passierten die Grenze erneut und brachten die Hilfs­güter nach Tscher­wono­hrad. Am 4. 2. traten wir unsere Heim­fahrt an und kamen am 5. 2. in Dessau-Roßlau an.
   Folgende Hilfsgüter haben wir auf diese Weise in die Ukraine gebracht: • Kleidung; • Medikamente und Verbands­material sowie Ader­pressen; • Inkontinenz­artikel; • Wachs für Wachs­brenner; • Feuer­löscher; • Lebensmittel; • Kurbel­laternen (Notlicht­quellen); • weitere Hilfsmittel. Insgesamt waren es rund 1040 kg in 95 Kisten.
   Neben den Organisatoren, Helfern und Fahrern aus Dessau-Roßlau hatten zum Gelingen der Fahrt dankens­werter­weise eben­falls beigetragen: • die Lebenshilfe Roßlau e.V. und • das Bildungszentrum Dessau indem sie jeweils ein Fahr­zeug zur Verfügung stellten, • das WTZ Roßlau in Roßlau, das auch diesmal Diesel für die Fahr­zeuge spendete und • alle, die in den Wochen vor der Fahrt der Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau Geld gespen­det haben. Damit konnten die Kosten für Nach­tanken, Maut­gebühren in Polen sowie Unter­kunft und Verpflegung gedeckt werden.

23. 2. 2024: Oleksandr und Svetlana Galytskyi brachen mit einem Fahrzeug der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau zu einer weiteren Fahrt auf. Ziel war die Caritas in Sokal. Dort übergaben sie am 24. 2. rund 110 Pakete mit warmer Kleidung für Erwachsene, Bettwäsche, Handtüchern, Decken, Medizinischen Gütern, warmer Kleidung für Soldaten, Inkontinenzartikeln und Wachs für Wachs­brenner. Ein Teil der Hilfsgüter wurde mit der Nova Post an die Front versandt.

24. Februar 2024: In Dessau gab es an der Friedensglocke eine Mahnwache – zwei Jahre nach Beginn des groß­flächigen Ein­marsches der russischen Truppen in die Ukraine. Während der Mahnwache brannten viele Kerzen. Danach sammelten Teil­nehmer die Wachs­reste und Frau Larissa Wallner brachte diese nach Roßlau. Von dort aus gelangten sie mit dem nächsten Trans­port in die Ukraine zur Her­stellung von Wachs­brennern.

10. bis 12. März 2024: Drei Fahrer aus Dessau-Roßlau (Ludmila Laurich, Karl-Heinz Scheffler und Christoph Mordziol) brachten bei einer erneuten Fahrt rund 1140 kg Hilfsgüter in die Ukraine. Am 10. brachen sie früh morgens auf. Abends überquerten sie die Grenze zur Ukraine und erreichten Tscherwonohrad. Am nächsten Tag wurde ein Teil der Hilfsgüter an die Stiftung FDSC übergeben. Der andere Teil wurde mit dem Postunternehmen Nova Post, das sich als zuverlässig erwiesen hat, direkt an Empfänger verschickt: beispielsweise an Automaidan Charkiw, die von uns dieses Mal unter anderem 570 Flaschen mit jeweils 500 ml Infusionslösung, 9 Kisten (83 kg) Desinfektionsmittel und 60 Aderpressen erhielten. Am 12. März kamen die Fahrer morgens wieder gesund in Dessau-Roßlau an.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Hilfsgüter wir mit der Fahrt in die Ukraine gebracht haben:

Neben den Organisatoren, Helfern, Fahrern und Spendern aus Dessau-Roßlau wurde der Transport ermöglicht von der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau, die ein Fahrzeug zur Verfügung stellte, und dem WTZ Roßlau in Roßlau, das auch diesmal Diesel für das Fahrzeug spendete. Die weiteren Fahrtkosten – Nachtanken und Mautgebühren auf der Autobahn in Polen – sowie den Versand mit der Nova Post finanzierten die Fahrer aus eigener Tasche.

4. April 2024: Eine Unterstützerin brachte uns 80 ausgemusterte Feuerlöscher. Diese werden immer wieder aus der Ukraine nachgefragt.

21. bis 22. April. 2024: Die Organisation Guardians of LIGHT hatte uns Hilfs­güter angeboten. In einer zwei­tägigen Fahrt holten wir diese in Soignies, Belgien, sowie Breuna bei Kassel ab und brachten sie in unser Lager in Roßlau. Unter­stützt wurde die Fahrt von der VolksSolidarität 92 Dessau/Roßlau, die ein Fahr­zeug zur Ver­fügung stellte und dem WTZ Roßlau in Roß­lau, das Diesel für das Fahr­zeug spendete.

29. April 2024: Unser Spendennachweis ist nun auf dem Stand 17. 4. 2024 und zeigt mit dieser neuen Fassung auch die Bewegungen über die Barkasse.

2. bis 5. Mai 2024: Wir beteiligten wir uns erneut an einer Fahrt der Alten­burger Ukraine­hilfe. In dem Gebiet Lem­berg wurden Kinder­betten und Schoko­lade in ein Kinder­heim in Novyy Milyatin gebracht und medizi­nische Hilfs­güter an ein Kranken­haus in Mykolaiv (Gebiet Lemberg) und eines in der Stadt Lem­berg über­geben.

28. Juni. 2024: Der Mittel­deutsche Rund­funk berichtete in der Sendung „Sachsen-Anhalt heue“ in einem drei­minütigen Film­beitrag über die Arbeit der Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau, die Fahr­rad­werk­statt von Ronald Lüngen und vor allem die Vor­berei­tung des nächsten Trans­portes.

10. bis 16. Juli 2024: Am 10.  Juli brach unser 20. Hilfs­transport mit einem 40tonner in die Ukraine auf. Das Ziel war Kahar­lyk, eine Stadt südlich von Kiew, die Heimat von Oleksandr Galytskyi. Der Bürger­meister der Stadt hatte um Hilfe gebeten, da es dort sehr viele Binnen­flücht­linge, verletzte Soldaten und bedürftige Kinder­einrich­tungen gibt. Zudem wird auch diese Stadt durch die russische Armee beschossen.
   Des weiteren waren Spenden für ein Waisen­haus in Tscher­kassy mit an Bord: Frau Ljuba Schmidt vom Verein Hilfe für Tschernobyl­kinder in Brjansk in Dessau hatte viele Süßig­keiten organisiert und Frau Ute Dohmann-Bannen­berg aus Borgen­treich hatte neue Decken, Kissen und Bett­wäsche für die Kinder dort eingekauft.
   Am 16.  Juli kam der Transport nach einigen Strapazen in Kaharlyk an. Dort wurden unsere Hilfs­güter von den zustän­digen Behörden und unter Kontrolle von Oleksandr Galytskyi an die Kinde­rheime und Kranken­häuser verteilt.

8. bis 11. November 2024: Hilfs­trans­port der Freund­schafts­brücke Ukra­ine – mit dabei sind Hilfs­güter, die die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau zur Verfügung gestellt hatte: 375 Kilogramm Wachs für die Herstellung von Wachs­brennern sowie etwa 165 Kilo­gramm warme Kleidung.

20. November 2024: Die Mittel­deutsche Zeitung berichtete über Herrn Dr. med. Jürgen Moritz, der seine chirurgische Praxis in Roßlau zum 31.  Januar 2025 aus Alters­gründen aufgibt und die vollständige Ein­richtung für die Ukraine spenden will. Die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau wird sich Anfang 2025 um den Trans­port in die Ukraine kümmern.

7. Dezember 2024: Aus der Ukraine wird immer wieder ein dringender Bedarf an Feuerlöschern gemeldet. Der ebenfalls in Dessau-Roßlau ansässige Hilfs­organi­sation Freund­schafts­brücke Ukra­ine war eine größere Zahl ausgemusterter Hand­feuer­löscher in Burg bei Magdeburg angeboten worden.
   Die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau vermittelte, daß die Freiwillige Feuerwehr Roßlau (Elbe) zwei Fahrzeuge für den Trans­port stellte und über Frau Larissa Wallner, daß beim Beladen Ukrainer aus Burg mithalfen. Die beiden Roßlauer Feuer­wehr­männer Bernd (Däumichen) und Steffen lenkten die Fahr­zeuge und packten beim Laden kräftig mit an.
   So gelangten rund 600 Feuerlöscher nach Dessau-Roßlau, wo sie kurz zwischen­gelagert wurden, bevor sie am 9.  Dezember auf die Reise in die Ukraine gingen.

9. bis 16. Dezember 2024: Bei diesem Hilfstransport, dem 21., haben viele Hände zusammen gewirkt: Zum einen die Spender und zum anderen die beiden Initia­tiven Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau und die Freund­schafts­brücke Ukra­ine, die sich bei Arbeitskraft, Hilfs­gütern und Finanzen zusammen­getan hatten.
   Der LKW ging mit 16 Tonnen Hilfs­gütern auf dem Weg in die Ukraine. Zuerst wurden 150 Kisten zur Caritas in Sokal geliefert. Diese bringt sie zu Familien, die aus Mariupol geflohen sind und jetzt in Kossiw (Gebiet Iwano-Frankiwsk) in den Karpa­ten leben. Ermöglicht wird dies durch eine Spende von Frau Ute Dohmann-Bannenberg aus Borgen­treich, Kreis Höxter.
   Die weiteren Hilfs­güter stammen von zahl­reichen Spendern, darunter dem „Deutschen Förder­verein für Sanitäts­wesen e.V. “ (Raymond Schulz) in Köthen und der Stadt Torgau. Der Trans­port brachte sie zur zweiten Station: Kriwi Rih, einer Stadt, die 70 bis 80 km von der Front entfernt liegt und in der die Strom- und Wärme­ver­sorgung durch den Krieg schwer beschädigt ist. Gelie­fert werden mehrere hundert Kisten mit Lebens­mitteln, Hygiene- sowie Medizin­produkten und vor allem mit Klei­dung. Mit dabei sind auch Betten, die 43 Schlaf­plätze bieten, außer­dem Roll­stühle, Rolla­toren, fast 750 Feuerlöscher und weitere Hilfsgüter.

17. bis 19. Dezember 2024: Hilfs­trans­port der Freund­schafts­brücke Ukra­ine – mit dabei sind Hilfs­güter, die die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau zur Verfügung gestellt hatte: Wachs für die Herstellung von Wachs­brennern und warme Kleidung.

2. Januar 2025: Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet um 951 in MDR Aktuell mit einem Hörbeitrag über die fortlaufende Arbeit der Ukrainehilfe Dessau-Roßlau.

4. Januar 2025: Unser Spendennachweis ist nun auf dem Stand 5. 12. 2024 und zeigt Bewegungen über das Konto und die Barkasse.

12. Januar 2025: Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet in der Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ mit einem vierminütigen Filmbeitrag (siehe ab Sende­minute 04:33) über die Vorbereitungen zu dem Trans­port vom 9. Dezember 2024 und über die chirur­gische Praxis Moritz in Roßlau, die aus Alters­gründen aufge­geben wird. Dr. Jürgen Moritz spendet die voll­ständige Praxis­einrichtung für die weitere Nutzung in der Ukraine, und die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau wird für die Über­führung sorgen.

27. Januar bis 22. Februar 2025: In Roßlau wird eine Arzt­praxis auf­gegeben. Die Ein­rich­tung soll in die Ukraine ge­bracht werden; siehe oben die Mel­dung zum 12. Januar. Bereits im Dezem­ber war mit der Zer­le­gung der Röntgen­anlage begon­nen worden. Nun wird die Ein­richtung etappen­weise in das Lager der Ukraine­hilfe gebracht. Dabei packen mehrere deutsche und ukraini­sche Helfer mit an. Zuletzt bringen Kame­raden der Frei­willigen Feuer­wehr Roß (Elbe) die großen, schweren Teile der Röntgen­anlage von der im ersten Stock liegen­den Arzt­praxis in das Lager.

24. Februar 2025: Aus Anlaß des dritten Jahrestages des großflächigen Einmarsches russischer Truppen in der Ukraine hatten Dessau-Roßlauer Kirchen zu einer Friedensandacht eingeladen. Am 24. Febraur 2025 versammelen sich Menschen an der Friedensglocke auf dem Platz der Deutschen Einheit in Dessau. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet in einem kurzen Filmbeitrag. Die beiden Initiativen Ukrainehilfe Dessau-Roßlau und Freund­schafts­brücke Ukra­ine können ihre Arbeit kurz vorstellen und es gibt eine Kollekte zu ihren Gunsten. Bei dieser kommen 1053 Euro zusammen, die auf die beiden Initiativen aufgeteilt werden.

28. Februar 2025: Der Roß­lauer Feuer­wehr­mann Bernd Däumichen holt rund 30 Kartons mit medizi­nischen Hilfs­gütern aus dem Pflege­zentrum „Amalien­hof“, Dessau, und bringt sie in das Lager in Roßßau.

7. März 2025: Die Zerstörung Des­saus durch Luft­angrif­fe jährt sich am 7. März 2025 zum 80. Mal. Mit meh­reren Veranstal­tungen wird an diesem Tage daran erinnert – so auch bei einem ökumenischen Friedens­gebet an der Friedens­glocke in Dessau. Dankens­werter­weise gibt es dabei auf Initi­ative der Veran­stal­ter eine Kol­lekte zugunsten der beiden Initiativen Ukrainehilfe Des­sau-Roß­lau und Freund­schafts­brücke Ukra­ine. Die so gesam­mel­ten 410 Euro werden auf die beiden Initi­ativen aufgeteilt.

21. März 2025: In Bischofs­werda bei Dresden hat ein Kranken­haus Kranken­betten ausrangiert. Der Kontakt dorthin besteht seit Mitte 2004 über die Freund­schafts­brücke Ukra­ine. Da sie zu diesem Zeitpunkt noch kein Verein ist, erfolgte die Abgabe an die Volks­Solidarität 92 Dessau/Roßlau e.V., mit der die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau einen Kooperations­vertrag hat. Zwei LKWs laden 42 Kranken­haus­betten und bringen sie nach Roßlau, wo am nächsten Tag weitere Hilfs­gütern geladen werden sollen. Das Beladen übernahmen Bernhardt Jörg sowie aus Bischofs­werda das Ehe­paar Würflein.
Am selben Tage fährt die Frei­willige Feuer­wehr Roßlau (Elbe) mit zwei Fahr­zeugen nach Dessau und Burg bei Magdeb­urg und holt mehrere hundert aus­rangierte Feuer­löscher.

22./23.  März 2025: Wie bei der Fahrt Anfang Dezember 2024 arbeiten die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau und die Freund­schafts­brücke Ukra­ine wieder zusam­men, um Hilfs­güter zusam­men­zutragen und zu laden sowie um den Trans­port zu finan­zieren. So werden am 21. und 22. Am März zwei 40tonner beladen. Am 23. März brechen die beiden LKWs in die Ukraine auf.
     Für die Ukraine­hilfe Dessau-Roßlau fährt ein LKW die fol­genden Hilfsgüter nach Iwano-Frankiswsk, wo sie von einer ukraini­schen Hilfs­organisa­tion über­nommen und mit einem anderen LKW in das Gebiet Charkiw gebracht werden sollen: • 8 Kranken­haus­betten; • Einrichtungs­gegen­stände einer Chirurgie­praxis und Verbands­material; • 780 kg Wechsel­kleidung für Soldaten im Kranken­haus; • 480 kg Winter­kleidung für Zivilisten; • 250 kg Bett­wäsche; • 490 kg Sanitära­rtikel; • 18 Fahrr­äder und • 250 Feuer­löscher.
     Der zweite LKW fährt für die Freund­schafts­brücke Ukraine mit folgender Ladung nach Schep­tyzkyj, wo ein Teil zur Weiter­verteilung übergeben wird und dann weiter nach Ternopil zur zentra­len Verteil­station des ukraini­schen Gesund­heits­ministe­riums. Für Schep­tyzkyj sind es • 250 kg Lebens­mittel; • 670 kg Metall­deckel­gläser; • 760 kg Wachs für die Her­stellung von Wachs­brennern; • 210 kg Kleidung; • 16 Fahr­räder; • 300 Feuer­löscher und • 760 kg Teile eines Metall­regal­systemes für die Caritas in Schow­kwa. Für Terno­pil sind bestimmt: • 12 Kranken­haus­betten; • ein Feld-OP-Tisch; • 3300 Liter Des­infektions­mittel; • 450 kg Schutz­kleidung für Kliniks­personal und andere Kranken­haus­materialien; • 4 Kranken­tragen mit Fahr­gestell; • 20 Rolla­toren; • 2 Roll­stühle und • 3 WC-Stühle.

30. Januar 2026: Unser Spendennachweis ist nun auf dem Stand 11. 12. 2025.